Rechtsprechung:
OLG Köln - Beschluß vom 22.06.1993 (Ss 170/93)

   

Kurzleitsatz:
Hat das Berufungsgericht in einem umfangreichen Verfahren wegen Betrugs den Antrag des Verteidigers auf Akteneinsicht nicht beachtet und stattdessen lediglich am Nachmittag vor der Berufungshauptverhandlung den Akteninhalt durch Telefax übermittelt, so darf ein Angeklagter darauf vertrauen, daß einem wegen Unmöglichkeit einer sachgerechten Terminsvorbereitung gestellten Aussetzungsantrag entsprochen wird.Geschieht dies nicht, darf die Berufung des Angeklagten nicht nach § 329 StPO verworfen ...


Relevante Normen:
StPO § 329;


Fundstellen dieser Entscheidung:
VRS 85, 443

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